BEITRAG 


Künstliche Intelligenz verändert Berufsbilder

KI im Arbeitsalltag: 
Ein Praxisbeispiel 

KI im Engineering


Künstliche Intelligenz ist längst kein Zukunftsthema mehr, sondern hält Schritt für Schritt Einzug in nahezu alle Branchen. Eine globale Studie von McKinsey & Company zeigt, dass bereits rund 78 % der Unternehmen KI in mindestens einer Geschäfts-funktion einsetzen – Tendenz steigend.

Ob in der Produktion, im Kundenservice oder in administrativen Prozessen – überall wird ihr Einsatz geprüft, erprobt oder bereits erfolgreich umgesetzt. Der Grund dafür liegt auf der Hand: KI kann große Datenmengen analysieren, Muster erkennen und Entscheidungen unterstützen – Fähigkeiten, die in einer zunehmend komplexen und dynamischen Welt immer wichtiger werden.

Doch was bedeutet das konkret für den Arbeitsalltag? Und wo liegen echte Mehrwerte jenseits von Schlagworten und Zukunftsvisionen?


KI kann große Datenmengen analysieren, Muster erkennen und Entscheidungen unterstützen. 


In dem folgenden Beitrag möchten wir Ihnen anhand eines Beispiels aus dem Engineering zeigen, wie Künstliche Intelligenz bereits heute ganz praktisch eingesetzt wird – und welche Chancen sich daraus auch für andere Branchen ableiten lassen. Denn auch wenn die konkreten Anwendungen unterschiedlich sind, bleibt das Prinzip gleich: KI übernimmt wiederkehrende Aufgaben, unterstützt bei fundierten Entscheidungen und schafft Freiräume für wertschöpfende Tätigkeiten.

Unser Ziel ist es, Ihnen nicht nur einen Einblick in die Möglichkeiten im Bereich Konstruktion zu geben, sondern Denkanstöße zu liefern, wie sich ähnliche Potenziale auch in Ihrem eigenen Umfeld erschließen lassen. Sprechen Sie uns an: Kontakt aufnehmen

Schreckgespenst KI: 
Sind Konstrukteure demnächst überflüssig?

Ein mittelständisches Maschinenbauunternehmen aus Nordrhein-Westfalen investiert in die Plattform 3DEXPERIENCE. Der Grund: Man will die Entwicklungszeiten deutlich senken und den Anteil einfacher, wiederkehrender Tätigkeiten reduzieren. Ein Teil der Belegschaft – das Unternehmen beschäftigt rund 35 Konstrukteure – ist massiv verunsichert. Man fragt sich: „Was bedeutet diese Entscheidung für die Arbeitsplätze in der Produktentwicklung und im Betriebsmittelbau?“

Wie kann man diese Entscheidung einordnen?

  • Die Industrie am Standort Deutschland steht massiv unter DruckDie Rahmenbedingungen sind in vielerlei Hinsicht nicht wettbewerbsfähig.Für viele Unternehmen sind Digitalisierung und Professionalisierung die einzige Chance, langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben.
  • Ziel ist es, mehr Projekte in derselben Zeit umzusetzen. Hochqualifiziertes Personal abzubauen, würde Wachstum und Innovationskraft eher bremsen als fördern.


Was verändert sich am Berufsbild?

  • Durch generative KI-Lösungen und virtuelle Assistenten werden Konstrukteure zunehmend unterstützt.
  • Erste Designvorschläge werden vom System erstellt, Muster erkannt, reproduziert und optimiert. Auch Recherchearbeit wird deutlich reduziert.
  • Dadurch wandelt sich das Berufsbild: Der Konstrukteur wird stärker zum Experten und Entscheider, der Vorschläge bewertet, verbessert und in einen funktionierenden Gesamtkontext bringt.
  • Es wird künftig weniger „abgearbeitet“ – und mehr an den eigentlichen Lösungen gearbeitet. Somit verändert sich auch die Arbeitsweise.
  • Es entsteht Freiraum für Innovation und zusätzliche Wertschöpfung.


Wie begegnet man den berechtigten Sorgen der Mitarbeiter?

Frühzeitige Kommunikation

  • Intention und Sinnhaftigkeit transparent darstellen

Frühzeitige Einbindung der Anwender

  • Berührungsängste abbauen, zum Beispiel durch „Schnupperkurse“, Experimentierworkshops oder Pilotprojekte

Unterstützung, Kompetenzaufbau und enge Begleitung im Projekt

  • durch interne Mentoren
  • durch erfahrene Support-Partner


Fazit

Künstliche Intelligenz ersetzt nicht den Konstrukteur – sie verändert seine Rolle. Werden neue Technologien richtig eingeführt, entsteht kein Arbeitsplatzverlust, sondern eine Verschiebung hin zu anspruchsvolleren Aufgaben.

Die eigentliche Herausforderung liegt deshalb nicht in der Technologie, sondern im Change-Management: 

  • Transparenz schaffen, 
  • Menschen mitnehmen und 
  • Kompetenzen weiterentwickeln. 

Dann wird aus dem „Schreckgespenst KI“ ein Werkzeug, das Ingenieuren ermöglicht, sich stärker auf das zu konzentrieren, was sie eigentlich ausmacht: kreative Problemlösung und echte Innovation.




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